Donnerstag, 7. August 2014

Von Schnecken und deren Häusern

Als Kind habe ich mich schrecklich vor Schnecken geekelt.
Sie sahen nicht nur schleimig aus, sie waren es auch. So meinte ich jedenfalls.
In der Hauptschule hatten wir wohl die beste Biologie-Lehrerin die man haben konnte. Ich mochte das Fach von Anfang an, aber sie erklärte die Dinge der Welt so faszinierend, das man einfach nur begeistert sein konnte.
So auch die normale Schnecke.
Bei einem Spaziergang in der Natur, lies sie uns Schnecken auf der Handfläche herumwandern. Sie hat uns darauf aufmerksam gemacht, feinfühlig zu versuchen die Bewegungen der Schnecken-Sohle zu spüren versuchen.
Und tatsächlich. Schnecken gleiten nicht nur schleimig von A nach B... es fühlt sich an wie tausend Füßchen, welche sie Fortbewegen.
Ich war fasziniert.
Von da an, war der Eckel wohl verschwunden. ^-^

Neulich, waren ich und meine Tochter mal wieder in der Natur (also vorm Haus) unterwegs und der Hang hinter unserem Haus, scheint ein Paradies für Schnecken zu sein. Wenn wir wohl nicht eine ganze Kolonie an Igeln irgendwo hausen hätten. ^-^
Ich selbst bezeichnete es schaurig als "Schnecken-Friedhof", als ich all die leeren Schneckenhäuser gefunden hatte.
Nun haben wir eine ganze Sammlung.


(Die waren alle von einem Tag)
Schon früher habe ich mir hier und da mal ein leeres Schneckenhaus mit nach Hause genommen, gereinigt und ins Regal gestellt. Auch als Deko eignen sie sich auf diese Art wunderbar.
Jetzt haben wir wieder eine große Sammlung an leeren Häuschen der Weinbergeschnecke (der wohl größten Schneckenart) und normalen Schnecken. Von letzteren findet man seltsamerweise selten welche, dabei sind sie so schön gestreift wie man auf folgendem Bild sehen kann.


Die kleinen Häuschen sind auch weit stabiler als die großen, was mich überascht hat.
Mir ist auch etwas aufgefallen, auf das ich bevor ich das Foto gemacht habe, noch nie wirklich geachtet habe: Alle Schneckenhäuser, wachsen in die selbe Richtung! Faszinierend oder?

Ich finde es auch faszinierend das man so viel über ein angenommen unscheinbares Tier schreiben kann, vor dem sich die meisten ekeln. ^-^

Zum Abschluss also, für alle die ein Schneckenhaus noch nie von innen gesehen haben, ein Bild von einem beschädigten Exemplar:


Wie ist es mit euch? Ekelt ihr euch auch? Was meint ihr? Ist es interessant geworden eine Schnecke anzufassen und zu prüfen ob ich die Wahrheit sagen?
Versucht es ruhig, siegt über diesen Ekel!

Bis zur nächsten faszinierenden Geschichte,
eure Rave

Kommentare:

  1. Ehrlich gesagt habe ich mich noch nie vor Schnecken geekelt. Sie waren mir einfach zu faszinierend, vor allem die neckischen Fühler vorne dran *hihi* Da kann man so schon spielen, weil sie die Fühler einziehen, wenn man drauf tippt und dann kommen sie wieder raus ^.^
    Oma war mit Alexandra im Wald und sie haben auch Schnecken an die Fühler getippt *hihi*
    Aber beim Anfassen bin ich vorsichtig geworden, seit ich mal auf eine getreten bin (barfuß). Den Fuß habe ich mir wund geschruppt und der Schleim ging einfach nicht mehr ab >.<

    A propos Eklig: Kröten sind auch echt eklig zum Anfassen. Da war mal eine in der Garage vom Chef der Gärtnerei. Da sich niemand getraut hat sie anzufassen (die beißen ja nicht) habe ich das gemacht. War extrem schwappelig das Tier (hat natürlich auch gezappelt beim Raustragen) und eines der ekligsten Dinge die ich jemals angefasst habe xD

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  2. Ich habe mich vor Schnecken nie geekelt...aber vor Spinnen sehr. Bis eine Freundin mal abends einen Weberknecht an der Wand entdeckte und ihn sich seelenruhig über die Finger laufen ließ und, naja, ich hab das dann auch mal probiert und tadaa, die Tierchen haben eigentlich gar nichts getan.
    Ich mag sie trotzdem nicht. >.>'
    Aber seitdem töte ich keine Spinnen mehr, wenn ich sie sehe, sondern schaffe sie wieder raus in die Natur.

    Zur Info, Rave - lass mal eine Schnecke über ein Stück Glas, oder ein durchsichtiges Lineal kriechen und schau sie dir von unten an - das sieht wirklich klasse aus! :D

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